St. Pauli punktet im vollen Terminkalender

Für St. Pauli kommt es Schlag auf Schlag!
veröffentlicht am 30. Januar 2026

Der FC St. Pauli fährt in der 1. Fußball-Bundesliga der Männer zwei Unentschieden in Folge ein. Doch vielmehr hatten die Spiele gegen RasenBallsport Leipzig und den Hamburger SV nicht gemein. Gegen den Champions League Aspiranten aus Sachsen fuhren die Kiezkicker einen hochverdienten Zähler ein, Martijn Kaars sorgte durch einen selbst herausgeholten Foulelfmeter für das 1:1 in der Nachspielzeit. Dabei wäre sogar mehr drin gewesen, alleine durch die Großchancen von Ricky-Jade Jones in der 1. Halbzeit. Dieser stellte im Spiel vier Tage zuvor gegen den HSV den Sprintrekord für die derzeitige Bundesliga Spielzeit auf. Mit 36,46 km/h ist der Neuzugang bisher der deutlich schnellste Spieler der Saison. Für weitere positive Schlagzeilen konnte St. Paulis Offensive beim 0:0 im Stadtderby jedoch nicht sorgen.

Im Duell um die Stadtmeisterschaft lieferten sich die besten beiden Hamburger Fußballmannschaften einen großen Kampf, was zu einem sehr zerfahrenen Speil führte. Gerade St. Pauli machte im ersten Durchgang nicht den Anschein, dass Interesse bestehen würde ein eigenes Tor zu erzielen. Jedoch galt gleiches im Prinzip für die Gäste aus Stellingen. Könnte es einen minus xGoal-Wert geben, diese erste Halbzeit hätte sich das verdient. So richtete sich der Blick vieler Zuschauenden auf die Tribünen wo sich die beiden Fanszenen einen deutlich interessanteren Schlagabtausch lieferten. Choreo hier, Pyro da und dann nochmal umgekehrt.
Die viel zitierte Stadtmeisterschaft sicherten sich die Boys in Brown somit, war doch das Hinspiel durch einen souveränen 2:0-Auswärtssieg an den Kiezklub gegangen. Da sich die Kräfteverhältnisse in der Stadt jedoch seitdem geändert hatten und der HSV mittlerweile fünf Punkte stand, versuchte die Elf von Alexander Blessin zehn Minuten vor Schluss mit der einzigen Drangphase des Spiels das Tor des Tages zu erzielen. Der St. Pauli Coach sprach in der anschließenden Pressekonferenz von einem „Abstiegsderby“. Denn darum ging es ja eigentlich, Klassenkampf statt Stadtmeisterschaft. Da aber Smith, Sinani und Pyrka an dem HSV Torwart scheiterten und die Rothosen ihre Kontermöglichkeiten schlecht ausspielten, blieb es bei einem torlosen Unentschieden, „weshalb es sicherlich kein Derby ist, was in langer Erinnerung bleiben wird“, wie HSV Trainer Merlin Polzin im Anschluss feststellte.

Für St. Pauli kommt es Schlag auf Schlag, jetzt durch zwei englische Wochen hintereinander. Neben den üblichen Bundesligaspielen am Wochenenden reiht sich neben dem Nachholspiel gegen Leipzig eine Woche darauf das Pokal-Viertelfinale in Leverkusen in den vollen Terminkalender der Kiezkicker ein. Blessin machte jedoch deutlich, dass er bei allen Rotationsüberlegungen weiterhin nicht mit Offensivkraft Oladapo Afolayan zu planen scheint; auf eine Nachfrage hin vermied er es ihn mit Namen zu erwähnen.

Ein Beitrag von:

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Fridolin Haagen

Jahrgang 2004, freier Journalist für die taz, den Freitag und die Fußball-Woche.

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