Und täglich grüßt das Murmeltier – Babelsberg verliert 1:4 gegen Jena

veröffentlicht am 29. Juli 2025

Zum Beginn der viertklassigen Fußball-Regionalliga Nordost der Männer konnte sich das Publikum im Karl-Liebknecht auf ein echtes Traditionsduell freuen. Beim SV Babelsberg 03 zu Gast war der Geheimfavorit auf den Titel, der von Volkan Uluc trainierte FC Carl Zeiss Jena. Bevor die Saison in Potsdam dann auch anfing, setzten sich beide Clubs für eine Aufstiegsreform 2025 ein mit dem Motto „Jetzt oder nie – Gemeinsam durchsetzen!“.

Foto von Simon Pichert

Die Mannschaft von Babelsberg Trainer Ronny Ermel kannte sich zwar besser, musste sich jedoch noch an die Spielidee des in der letzten Saison eingesprungen Chefcoaches gewöhnen. In Brandenburgs Hauptstadt soll guter Fußball gespielt werden, durch Kombinieren von hinten nach vorne und das möglichst ohne lange Bälle. Nach dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine vor zweieinhalb Monaten, bekräftige Ermel diesen Ansatz und begründete die Taktik, mit dem physischen Nachteil, den sein Team habe. Und auch am ersten Spieltag der neuen Spielzeit, wirkte Jena deutlich robuster und konnte dadurch auch nach einer halben Stunde die Führung ausbauen. Balleroberung und Flanke von Kapitän Butzen, Kopfball Eshele und der Ziehspieler im Sturmzentrum konnte sich nun doch in die Torschützenliste eintragen. Beim SV Babelsberg lief es dagegen nicht, vor der Pause gab es noch eine Gelb-Rote Karte gegen Co-Trainer Frahn und das 0:3 durch Prokopenko, der das zögerliche Verhalten der Babelsberger Hintermannschaft eiskalt bestrafte.

Foto von Simon Pichert

Doch Babelsberg bewies zunächst Moral, kurz nach Wiederanpfiff führte eine überlegte Kombination zum 1:3 durch Paul Wegener. Jedoch war es Jena, die in der Folge zu mehr Torchancen kamen. Und so kam es, wie es kommen musste; Eckball, Flanke, Tor. Hessel sorgte in der 62. Minute für den alten Abstand und somit war das Spiel gelaufen.
Der FCC sicherte sich am 1. Spieltag die Tabellenspitze, wie auch am 32. Spieltag der vergangenen Spielzeit endete die Begegnung mit 1:4 für die Gäste aus Thüringen. Der siegreiche Trainer Volkan Uluc nahm nach Spielende kein Blatt vorm Mund und gab zu, „man kann natürlich sagen, dass Babelsberg uns liegt“. Angesprochen darauf, wie lange das Verinnerlichen von Ermels Spielidee noch dauern würde, sagte der Trainer, „es hängt natürlich auch an der Qualität der Spieler“.

Ein Beitrag von:

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Fridolin Haagen

Jahrgang 2004, freier Journalist für die taz, den Freitag und die Fußball-Woche.

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